Pre-Workout ohne Proprietary Blend: warum transparente Dosierungen alles verändern
Du drehst eine Pre-Workout-Dose um. Auf der Rückseite fällt dir eine Zeile ins Auge: „Energy Blend – 6 g“. Darunter eine Zutatenliste. Aber nirgends die einzelnen Dosen. Wie viel Beta-Alanin? Wie viel Citrullin? Du wirst es nie erfahren. Du bist gerade einem Proprietary Blend begegnet, also einem „hauseigenen Mix“. Und genau vor dieser Art von Etikett warnt dich dieser Artikel.
Bei MyNutriLab, der französischen Marke für 100 % personalisiertes Pre-Workout, haben wir unseren gesamten Ansatz auf einer einfachen Überzeugung aufgebaut: Jeder Sportler verdient seine eigene Formel – und dafür muss er wissen, was er schluckt, auf das Milligramm genau. Der hauseigene Mix ist das exakte Gegenteil dieses Rechts.
Was ist ein „Proprietary Blend“ genau?
Das ist eine Gruppe von Zutaten, die als einzige Gesamtsumme ausgewiesen wird, ohne die Einzeldosis jedes Wirkstoffs. Statt „Citrullin 6 000 mg / Beta-Alanin 3 200 mg / Tyrosin 500 mg“ zu lesen, liest du nur „Pump & Focus Blend – 9 700 mg“. Du weißt, was drin ist; du weißt nicht, wie viel. Und in der Sporternährung macht die Dosis den ganzen Unterschied zwischen einem vorhandenen Wirkstoff und einem wirklich nützlichen Wirkstoff.
Problem Nr. 1: Die Dosen lassen sich nicht überprüfen
Die meisten Wirkstoffe bringen erst ab einer bestimmten Schwelle etwas. Mit einem Blend wird dir diese Kontrolle entzogen: „9 700 mg“ könnten 9 200 mg Citrullin und 500 mg für den Rest verbergen – oder umgekehrt. Du kaufst blind.
Problem Nr. 2: das „Fairy Dusting“
Das Fairy Dusting besteht darin, eine symbolische Dosis eines gerade angesagten Wirkstoffs zuzugeben, nur um ihn aufs Etikett schreiben zu können. Auf einem transparenten Etikett würde der Schwindel sofort auffallen. In einem Blend ertränkt, wird der dekorative Wirkstoff unsichtbar. Die Intransparenz ist keine Nebenwirkung des Blends – sie ist oft sein eigentlicher Zweck.
Problem Nr. 3: die verdeckte Unterdosierung
Ein korrekt dosierter Wirkstoff kostet mehr als ein bloß aufgestreuter. Der Blend erlaubt, bei teuren Rohstoffen Kosten zu senken und trotzdem eine schmeichelhafte Gesamtsumme auszuweisen. Die Gesamtzahl wirkt großzügig; ihre innere Zusammensetzung kann zu den günstigsten Pulvern kippen.
Problem Nr. 4: kein Vergleich möglich
Wie willst du zwei Pre-Workouts vergleichen, wenn keines seine echten Dosen ausweist? Gar nicht. Der Blend nimmt dir nicht nur die Information zu einem einzelnen Produkt: Er macht den gesamten Markt unlesbar. Genau diese Unschärfe hält den Standard am Leben.
Die Alternative: volle Transparenz, auf das Milligramm
Es gibt einen anderen Weg, und das ist unserer: jedes Milligramm jedes Wirkstoffs ausweisen. Keine Sammelsumme. Diese Transparenz ist kein Marketingargument, sie ist ein Recht – das Recht zu wissen, was du vor der Belastung in deinen Körper gibst. Ein paar Beispiele, bei denen die ausgewiesene Dosis alles verändert:
- Koffein – du willst die exakte Zahl, aus einem Sicherheitsgrund: Die ANSES nennt einen Richtwert von 200 mg pro Einnahme für einen Erwachsenen. Wie willst du mit einem Blend wissen, wo du stehst?
- Kreatin-Monohydrat – „erhöht die körperliche Leistung bei Schnellkrafttraining im Rahmen kurzzeitiger intensiver körperlicher Betätigung“ (zugelassene Angabe, EU-Verordnung 432/2012), bei 3 g/Tag. Diese Dosis ergibt nur Sinn, wenn sie ausgewiesen wird.
- Citrullin, Beta-Alanin, Tyrosin … – jedes hat seine eigenen Anwendungsrichtwerte. Nur die Angabe in mg erlaubt dir zu prüfen, ob du über der nützlichen Schwelle liegst.
Der undurchsichtige Mix ist der Feind des Sportlers
Wir zielen auf keine Marke im Besonderen. Wir greifen eine Praxis: die, dir ein Format zu verkaufen, dessen Intransparenz dir selbst schadet. Hauseigene Mixe zu meiden ist keine Puristen-Marotte – es heißt, sich zu weigern, blind zu kaufen.
FAQ
Sind hauseigene Mixe legal?
Ja: Eine Gesamtsumme auszuweisen, ohne jede Dosis aufzuschlüsseln, bleibt erlaubt, solange die Zutaten gelistet und die Kennzeichnung konform ist. Legal heißt nicht transparent: Jedes Milligramm auszuweisen ist eine freiwillige Verpflichtung.
Wie erkennst du einen „Proprietary Blend“?
Achte auf einen Produktlinien-Namen gefolgt von einem einzigen Gesamtgewicht („Energy Blend 6 g“) mit einer Zutatenliste darunter, ohne Dosis neben jeder einzelnen. Wenn die Dosis jedes Wirkstoffs nicht dasteht, geh davon aus, dass sie dir verschwiegen wird.
Garantiert eine ausgewiesene Dosis ein gutes Produkt?
Sie ist eine notwendige, keine hinreichende Bedingung. Aber ohne diese Information kannst du nicht einmal anfangen zu urteilen. Transparenz ist der Ausgangspunkt, der deine Entscheidung überhaupt erst möglich macht.
Warum weist MyNutriLab jedes Milligramm aus?
Weil die Personalisierung es verlangt: Es ist unmöglich, eine maßgeschneiderte Formel zu bauen, wenn die Dosen undurchsichtig sind. Du wählst deine Wirkstoffe, du siehst deine Dosen, du behältst von Anfang bis Ende die Hand darauf.
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